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suite101 – Generation 88 Cent

Von Redaktion • 11.04.08 • Thema: Markt/Vermarktung, News

Auf rund 88 Cent Einnahmen monatlich kommt ein freier Journalist monatlich bei der Online-Plattform suite101, obwohl er Dutzende von journalistisch erstklassigen Beiträgen in den Onlinedienst eingestellt hat. Das berichtete der Betroffene gestern dem DJV. Wegen geringer “Klickraten” reicht der Honorarerlös also nicht einmal zum Vergleich mit 1-Euro-Jobs, bei denen bekanntlich 1 Euro pro Stunde, nicht aber pro Monat, vorgesehen sind. Der freie Journalist zeigte sich über das Ergebnis empört. Einziger Lichtblick: Ein Auftraggeber meldete sich auf Grund der suite101-Präsenz bei ihm, um Aufträge zu erteilen. Damit dürfte die ökonomische Funktion einer suite101-Präsenz auf die Funktion als Reputationsmanagement zu reduzieren sein. Die Funktion als Generator von direktem Einkommen in irgendeiner relevanten Höhe dürfte nach dieser Meldung wohl eher zu vergessen sein.

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2 Kommentare »

  1. 88 Cent sind nicht viel, um nicht zu sagen verdammt wenig. Aber: Hat “der Betroffene” eine Vereinbarung mit dem Verlag/der Redaktion, wie viel er hätte bekommen sollen? Steht in den AGB von suite101, dass er ein garantiertes Honorar oder festgelegte Tantiemen bekommt?

    Ist es nicht so, dass in den Erstgesprächen mit den Autoren darauf verwiesen, dass es
    a. seine Zeit braucht, bis sich die Klicks rentieren;
    b. immer wieder darauf verwiesen wird, dass man damit weder ein festes Monats”gehalt” noch genug zum Leben hat;
    c. man seine Texte zweitverwerten kann …

    Das ist das Leid der Freien, dass sie in den seltensten Fällen vom Verdient durch EINEN Auftraggeber leben können.

    Und aufgrund eines Onlinextes einen Auftrag zu bekommen, das finde ich prima …

    Und wenn man mal genau hinguckt, steht bei suite101 ja auch nicht Arbeitsagentur für freie Journalisten, sondern Netzwerk für Autoren

  2. Warum wird hier Beschwerde geführt, dass dieses suite101-Forum nicht gewinnbringend ist? Fließen die Tantiemen nicht auch noch dann, wenn der Autor längst das Schreiben für dieses Forum aufgegeben hat? Und ist nicht die Anzahl der veröffentlichten Artikel auch ein Garant dafür, dass die Tantiemen in größerer Höhe immer weiter ausgezahlt werden? Kommt da in letzter Konsequenz nicht möglicherweise eine höhere Honorierung zustande als bei Einmalzahlung?